Social Skills: Auf welche Fähigkeiten kommt es bei der Bewerbung an

Auf das richtige Team kommt es an!

Auf das richtige Team kommt es an! — Abhijit-Bhaduri.-flickr.com–

Social Skills. Über diesen beiden Wörtern scheiden sich die Geister. Welche Rolle spielen Social Skills im Bewerbungsprozess? Wie sinnvoll sind die Auswertungsverfahren der Angaben im Lebenslauf? Auf welche Eigenschaften kommt es den Personalabteilungen überhaupt an und warum? Wie können Bewerber sich im Lebenslauf besonders gut darstellen und auf ihre sozialen Fähigkeiten aufmerksam machen? Dieser Artikel begibt sich auf die Suche nach den wichtigsten Eigenschaften für produktives und effizientes Arbeiten und die Frage, wie diese bei Bewerbern entdeckt werden können, ohne an der Nase herumgeführt zu werden.

»Es gibt etwas, das sehr viel seltener zu finden, etwas, das weitaus wertvoller, etwas, das rarer als Fähigkeit ist: die Fähigkeit, Fähigkeiten zu erkennen.«Elbert G. Hubbard

Wer von uns erinnert sich nicht an diese müßigen Deutschstunden, in denen ein Meisterwerk klassischer Literatur von A bis Z analysiert und interpretiert wurde? Die Frage ist nur, wer sich gerne diese zähen Abhandlungen ins Gedächtnis ruft. Der Grund für diese Abneigung ist in den meisten Fällen die Konfrontation mit scheinbar nie enden wollenden Interpretationsansätzen. Wenn jedes Wort, jeder Buchstabe und selbst das Komma auf Seite 37 auf einmal zu einem bedeutungsvollen Teil eines größeren Ganzen wird, erscheint dies den meisten von uns überzogen. Die Intuition verrät uns, dass die Interpretation übertrieben werden kann, wenn zu viel Zeit darauf verwendet wird, auch den kleinsten Bruchteil im Kontext eines anderen zu zerdenken. Von Hölzern zu Stöckchen zu Sägespänen. Warum dieser Exkurs? Die These lautet: Dieses Vorgehen bzw. dieses Modell lässt sich auch auf gängige Bewerbungsverfahren übertragen, vor allem wenn es um die Einschätzung der so genannten Social Skills geht.

Social Skills: Auf diese Fähigkeiten kommt es an

Der staufenbiel Studie „Job Trends 2015“ zufolge legen neun von zehn Arbeitgebern (92 %) besonderen Wert darauf, dass Bewerber über Eigeninitiative, Einsatzbereitschaft und Selbstständigkeit verfügen. Selbstverständlich. Ein Unternehmen ist nicht mehr als die Summe seiner Teile. Daher kann es nur produktionsfördernd sein, wenn jedes dieser Teile zum Erfolg beiträgt, indem es mitdenkt, selbstständig und effizient arbeitet, eigene Ideen einbringt und über die nötige Motivation verfügt, die Sache voranzutreiben.

Die wichtigsten Social Skills

Personaler sind immer auf der Suche nach der bestmöglichen Besetzung für eine offene Vakanz. Der Wunschkandidat sollte idealerweise über alle denkbaren Eigenschaften verfügen. Ehrgeizig und fleißig sein, Anteil daran nehmen die Unternehmung weiter voranzubringen, im hohen Maße über analytische Fähigkeiten verfügen und dabei auch noch ein Teamplayer sein. Die allgemeine Kritik dieser Anforderungen ist gemeinhin bekannt, die Wollmilchsau lässt grüßen.

Richtig bewerben: Einfach sagen, was der Personaler hören will

Viel interessanter ist in diesem Zusammenhang, dass bekannt ist, dass ein Bewerber nicht alles können kann. Auf der anderen Seite werden Bewerber aber indirekt dazu angehalten, in den Bewerbungsunterlagen in Bezug auf die Social Skills zu lügen und zu versuchen, die Personalabteilungen bestmöglich an der Nase herumzuführen. Warum? Weil im übertragenen Sinne jedes Komma, jede Angabe, das Design, das Bild, die Schreibe, die Schriftart, kurz einfach alles analysiert und interpretiert wird. Bis ins kleinste Detail. Bewerber wissen das und schreiben einfach das, von dem sie wissen, dass es gehört werden will, ungeachtet, ob dies zutreffend ist oder nicht. The show must go on.

Nichts als die reine Wahrheit

Bewerber stehen regelmäßig vor der schwierigen Aufgabe, sich in den Bewerbungsunterlagen gut und richtig zu verkaufen, sich in das rechte Licht zu rücken. Witzigerweise ist das Problem nicht, die Hard Skills zu präsentieren, denn diese können mit Zeugnissen und anderen Unterlagen sehr einfach belegt werden. Schwierigkeiten bereitet es durchblicken zu lassen, was für eine Person hinter der Bewerbung steht. Im Internet und in zahlreichen Ratgebern ist nachzulesen, worauf es den Personalern ankommt, mit welchen Fähigkeiten im Bereich Arbeitseinstellung und Sozialverhalten zu punkten ist. Die Folge: Die Bewerbungsunterlagen sind voll von standardisierten Floskeln und unangreifbaren Allroundeigenschaften. Einheitsbrei, von Persönlichkeit keine Spur. Das wiederum ist aber auch nicht cool, weil es dazu führt, dass der Personaler, der ja nun wahrlich viele Bewerbungen vorgelegt bekommt, ständig das gleiche liest: super eigenständige Arbeitsweise, zuverlässig, weitsichtig, Teamplayer durch und durch, sehr sehr hohe analytische Fähigkeiten, blabla.

Was ein Bewerber alles können soll.

Was ein Bewerber alles können soll.

Zu großen Teilen selbstgemachtes Leid und keine große Überraschung, weil Ehrlichkeit nicht gut kommt! Wer die Wahrheit sagt, hat verloren. Dass Bewerber X abends gerne Strategiespiele am Rechner oder auf der Konsole zockt und Bewerber Y gerne Modellhubschrauber baut oder in Ruhe gute Bücher liest, lässt doch sofort Stereotypenkonzeptionen auf den Plan treten. Dabei ist es durchaus möglich, ein super sozialer, umgänglicher Mensch zu sein und gleichzeitig Mannschaftssportarten einfach so richtig doof zu finden. Das Problem auf Seiten der Personaler ist natürlich klar. Im Prinzip sind Personaler nichts anderes als Talent Scouts, leider können sie aber nicht, wie die Scouts der Fußballvereine (Marko Feldhusen hatte im Interview diese schöne Parallele gezogen), auf das Spielfeld gehen, um möglichen Kandidaten bei der Arbeit zuzusehen.

Also müssen irgendwie andere Mechanismen her, die es ermöglichen, die beste Wahl zu treffen. Das wiederum ist aber gar nicht so einfach, auch wenn es Persönlichkeitstests oder Assessment Center usf. gibt, wird am Ende trotzdem derjenige belohnt, der sich am besten zu verkaufen weiß, und nicht derjenige, der am besten geeignet ist. Einige Bewerber sind schüchtern, sind in der Prüfungssituation nervös und machen möglicherweise Fehler, die ihnen sonst nie unterlaufen würden. Einfach aufgrund der Tatsache, dass sie genau wissen, dass alles, was sie sagen und machen, die Art, wie sie sich bewegen, ihr Auftreten, die Kleidung unter Beobachtung steht. Für diejenigen, die die große Show lieben, ist es hingegen ein Leichtes, sich zu präsentieren und auf Fragen genau das zu antworten, was das Gegenüber hören will. Das sollte aber nicht das Ziel oder der Zweck der Veranstaltung sein.

Was aus der Situation machen?

Im Personalsektor ist eine Umorientierung erforderlich. Active Sourcing kann beispielsweise dabei helfen, genau die Kandidaten anzusprechen, nach denen gesucht wird. Die Personaler können auf diese Weise selbst aktiv werden, um Fachkräfte anzusprechen und rechtzeitig an das Unternehmen zu binden. Dies stellt eine sinnvolle Strategie dar, um dem erwarteten Fachkräftemangel die Stirn zu bieten. Projekte wie TALERIO können dazu beitragen, den Personalabteilungen bei dieser schwierigen Aufgabe unter die Arme zu greifen. Das Unternehmen will Bewerbungsprozesse diskriminierungsfrei gestalten. Alle auf der Plattform registrierten Studenten, Absolventen und Young Professionals haben sich zu diesem Zweck verschiedenen wissenschaftlich fundierten Testverfahren unterzogen, die auswerten, über welche Hard- und Soft Skills der Bewerber verfügt.

Verifizierte Daten statt erfundener Hobbies und geschönter Selbstangaben

Alle Angaben im Lebenslauf werden verifiziert. Wer angibt, fließend Spanisch und Französisch zu sprechen, hat dies im Rahmen von Sprachtests zu beweisen. Fachkenntnisse, Allgemeinbildung und Sprachkenntnisse werden geprüft und ausgewertet. Auf der anderen Seite geben situationsbezogene Tests und Simulationen Aufschluss über die Haltung zur Arbeitseinstellung, Motivation, Arbeitsweise und Teamfähigkeit. Also über genau jene Social Skills, nach denen Personaler Ausschau halten. Auf talerio.com registrierte Unternehmen können nach den Wunschkandidaten filtern, indem sie angeben, welche Studienrichtung, Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten ein Bewerber haben soll. Geeignete Kandidaten werden angezeigt und können kontaktiert werden.

Darüber hinaus ist es auch möglich, Stellenanzeigen gezielt auszustrahlen oder ein Employer Branding-Profil zu pflegen, um Präsenz bei den Führungskräften von morgen zu zeigen. Der größte Pluspunkt für Personaler: Sie müssen sich nicht mehr auf die Selbstangaben aus dem Lebenslauf verlassen, erhalten verifizierte Daten. Die Spreu wird vom Weizen getrennt und es werden nur Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen, die sich nachweislich für die Besetzung einer Vakanz eignen. Fehlbesetzungen werden auf diese Weise reduziert und Prozesse transparent wie effizient umgestaltet. TALERIO, das ist Recruiting von morgen.

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